Diakonie Katastrophenhilfe ruft dringend zu Spenden auf
Stuttgart, 18.11.2007
Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft erneut dringend zu Spenden fuer die Opfer des Zyklon Sidr in Bangladesch auf, um die notwendige Hilfe weiter ausbauen zu koennen. Drei Tage nachdem der Sturm ueber das Land hinweg gezogen ist, wird das Ausmass der Katastrophe immer deutlicher. "Viele Gebiete sind noch immer von der Aussenwelt abgeschnitten. Wir setzen alles daran, schnellstmoeglich die Menschen dort zu erreichen", berichtet Peter Rottach von der Diakonie Katastrophenhilfe aus der Katastrophenregion. "Mindestens 80.000 Haeuser sind beschaedigt worden, die Haelfte davon ist komplett zerstoert. Betroffen sind vor allem die Aermsten der Armen."
Die lokalen Partnern der Diakonie Katastrophenhilfe versorgen derzeit etwa 60.000 Menschen in der Katastrophenregion. "Zurzeit verteilen wir vor allem Lebensmittel und Trinkwasser, um das Ueberleben zu sichern," erklaert Rottach. Aufgrund laufender Projekte verfuegen diese Organisationen ueber sehr gut funktionierende Strukturen: In vielen Doerfern haben sie Bueros und Mitarbeiter, die die Gegebenheiten bestens kennen und genau wissen, wie die Doerfer erreicht werden koennen. "Obwohl die meisten Strassen nicht befahrbar sind, koennen wir so dennoch vielen Opfern Hilfe zukommen lassen", so Rottach. Verteilt werden pro Familie zwei Kilogramm Reis, 0,5 Kilogramm Zucker und fueünf Liter Trinkwasser. Weitere Hilfsmassnahmen muessen nun schnellstmoeglich durchgefuehrt werden.
Der Zyklon Sidr hinterliess in Bangladesch eine 70 Kilometer breite Schneise der Verwuestung von Sueden nach Norden. Viele Doerfer wurden dabei komplett zerstoert. Wie viele Menschen dem Zyklon zum Opfer gefallen sind, ist noch unklar. Derzeit sprechen die Behoerden von mindestens 2.000 Toten. "Wir befuerchten aber, dass diese Zahl in den naechsten Tagen noch steigen wird. Betroffen sind vor allem die Aermsten der Armen", weiss Rottach. "Sie wohnten in Huetten aus Lehm, Plastikplanen, Brettern und Stroh. Die hat der Sturm fast voellig weggerissen. Viele der Armen lebten bisher vom Fischfang oder der Landarbeit. Diese Einkommensgrundlage ist ihnen nun genommen worden. Sidr hat Fischerboote versenkt und die kurz vor der Ernte stehenden Reisfelder zerstoert."
Sidr ist vergleichbar mit dem Wirbelsturm, dem 1991 rund 500.000 Menschen zum Opfer fielen. Solch verheerende Folgen konnten dieses Mal verhindert werden. Dies ist unter anderem auf den verstaerkten Ausbau von Schutzbauten zurueckzufuehren, in die nun viele Menschen evakuiert werden konnten. Diese Vorsorgeprogramme wurden von der Diakonie Katastrophenhilfe intensiv gefoerdert.
Peter Rottach steht in der Katastrophenregion fuer Interviews zur Verfuegung.
Fuer Rueckfragen und Interviewwuensche:
Dominique Mann 0049-(0)711-2159-186 und Stefan Libisch 0049-(0)711-2159-373
Fuer ihre Hilfe in Bangladesch bittet die Diakonie Katastrophenhilfe dringend um Spenden, Kennwort: "Zyklon Bangladesch".
Spendenkonten:
Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70
oder im Internet unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de/zyklon-bangladesch
Caritas international: Konto 202, Bank fuer Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder online www.caritas-international.de
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